Auslandspraktikum in Finnland – Europäische Arbeitsweisen kennen lernen (22.04.2019 – 10.05.2019)

 

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Ausblick auf dem Arbeitsweg

Im Rahmen der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin hatten wir, zwei Schülerinnen der Klasse FSHP3A, die Möglichkeit, an einem dreiwöchigen Auslandspraktikum in Kuopio (Finnland) teilzunehmen. Das Angebot wurde in Zusammenarbeit von der Europäischen Union, der Bezirksregierung Köln und unserem Fachlehrer, Herr Noelle erstellt. Es nutzt dem kulturellen Austausch sowohl über das Leben in beiden Ländern als auch dem gegenseitigen Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsweisen. In unserem Fall im sozialen Bereich.

 

Bereits vor Beginn des Auslandspraktikums standen wir zur Organisation des Ganzen im Kontakt mit unserer finnischen Partnerschule und den dort zuständigen Personen. Bei allen wichtigen Aufgaben wie z.B. dem Ausfüllen von wichtigen Dokumenten wie dem Arbeitsvertrag und als deutscher Kontakt während unserer Zeit in Finnland stand uns unser Fachlehrer jederzeit zur Seite. In Finnland selbst wurden wir in den ersten Tagen von den Fachlehrer*innen der Partnerschule unterstützt. So wurden wir nach einem Tag der Eingewöhnung und einer Stadtrundführung an unserem folgenden ersten Arbeitstag von der finnischen Lehrkraft in unsere Praxis begleitet. In den folgenden Wochen wurden wir an die Ausführung der Arbeit herangeführt. Wir lernten die Unterschiede zu unserer Arbeit zum Beispiel in Bezug auf die gelebte Inklusion sowie die Unterschiede zwischen den finnischen Fachkräften und der deutschen Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. So ist die finnische Ausbildung im Grundstein wie die Ausbildung einer Sozialassistentin aufgebaut. Die Auszubildenden absolvieren ihren praktischen Teil in mehreren sozialen Bereichen wie z.B. in Altersheimen, Krankenhäusern etc.. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung haben sie die Bezeichnung einer Krankenschwester. Hiermit können sie auch in allen sozialen Bereichen arbeiten. Für den pädagogischen Bereich war unsere Teamleitung, ein Sozialpädagoge zuständig. Wir selbst bekamen während unseres Aufenthaltes die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsschritte selbst auszuführen. Durch die Sprachdifferenzen zwischen den Klient*innen und uns lernten wir in bestimmten Situationen auf andere Kommunikationswege wie z.B. nonverbale Kommunikation zurückzugreifen.

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Flugzeugblick auf die zugefrorenen Seen Kuopios

 

Neben der Arbeit lernten wir auch die Kultur und einen Teil der Landschaft und des Wetters Finnlands kennen. So feierten wir gemeinsam mit unserer Praxisstelle den Feiertag „Vappu“ mit Musik, Essen und Dekorationen. In Deutschland bekannt als der 1.Mai. Das Wetter zeigte sich innerhalb unserer drei Wochen facettenreich. Vom sonnigen T-Shirt-Wetter bis zum kalten Schnee. Untergebracht waren wir in unserer Zeit in einer WG mit drei weiteren Studierenden, mit denen wir einen Teil unserer Zeit verbrachten.

 

Anna D. und Laura W. (FSHP3A)