Fachschule für Heilerziehungspflege

Allgemeines:

„Heilerziehungspfleger*innen sind Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie erkennen Ressourcen und Bedarfe von Menschen, die – im Sinne der International Classification of Funktioning, Disability and Health (ICF) – im Zuge von Beeinträchtigungen ihrer funktionellen Gesundheit in ihrer Teilhabe an der Gesellschaft gehindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind“ (MSW 2014, S.18).

Die Ausbildung befähigt zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeit als pädagogisch-pflegerische Fachkraft für die personenzentrierte Beratung, Begleitung, Bildung und Unterstützung von Menschen aller Altersgruppen mit körperlichen, seelischen, kognitiven oder die Sinne betreffenden Beeinträchtigungen (ebd.).

„Ziel der sozialpädagogischen und pflegerisch ausgerichteten beruflichen Kompetenz ist eine ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse des beeinträchtigten Menschen abgestimmte Umsetzung der vollen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ (ebd.)

Einsatzgebiete:

Heilerziehungspfleger*innen arbeiten in allen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, z.B. in Tagesstätten, Schulen, Wohnstätten, Werkstätten oder in psychiatrischen Einrichtungen. Sie sind ausgebildete Fachkräfte, die mit dem Team oder mit Fachdiensten anderer Einrichtungen eng zusammenarbeiten.

Dauer:

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und ist aufgeteilt in einen fachtheoretischen und einen fachpraktischen Teil. Der fachtheoretische Teil umfasst insgesamt 2400 Stunden, die über den gesamten Ausbildungszeitraum an drei Tagen in der Woche erteilt werden. Im Rahmen des fachpraktischen Teils müssen mindestens 1200 Arbeitsstunden in einer Einrichtung der Behindertenhilfe absolviert werden.

Ausbildungsvoraussetzungen:

  1. Fachoberschulreife und
  2. eine abgeschlossene Ausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen, z.B.  Kinderpfleger*in, Sozialhelfer*in, Heilerziehungshelfer*in.

Die Voraussetzung des Punktes 2. kann ersetzt werden durch:

  • den Abschluss der zweijährigen Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen (FOS)
  • oder den Abschluss der zweijährigen Berufsfachschule Gesundheits- und Sozialwesen
  • oder der Allgemeinen Hochschulreife und einschlägigem mindestens sechsmonatigem Praktikum (900h)

Ansprechpartner/in:

Hartwig Holte: h.holte@gsbk.schulen-lev.de

Dr. Angela Ullrich: a.ullrich@gsbk.schulen-lev.de

Unterrichtsfächer:

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation,
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Theorie und Praxis der Heilerziehung,
  • Gesundheit/Pflege,
  • Psychiatrie,
  • Organisation/Recht/Verwaltung,

Heilerziehungspflegerische Schwerpunkte

  • Kreativ-musischer Bereich, Sprachlich-kommunikativer Bereich, Gesundheits-bewegungsorientierter Bereich,
  • Organisatorisch-technologischer Bereich,
  • Projektarbeit,
  • Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe (davon acht Wochen Pflegepraktikum im Klinikum Leverkusen)

Abschluss:

Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/ Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger

Berechtigungen:

Berufstätigkeit als Staatlich anerkannte*r Heilerziehungspfleger*in

Durch den Erwerb der bundesweit anerkannten Fachhochschulreife ist ein Studium aller Fachrichtungen an deutschen Fachhochschulen möglich.

Sonstiges:

Im Rahmen der Ausbildung wird hauptsächlich mit den Anwendungen von Microsoft Office 365 gearbeitet. Der entsprechende Account wird von schulischer Seite zur Verfügung gestellt. Wir raten allen Bewerber*inne Kenntnisse in diesem Bereich im Vorfeld zu erwerben und zu vertiefen. Insbesondere die Arbeit mit Microsoft Word (Anfertigung längerer Arbeiten, Erstellung automatischer Inhaltsverzeichnisse etc.) wird vorausgesetzt